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Presse   "Stur wie ein Fels,..." 2002
(Zeitungsartikel zu "Kaspar Hauser und die Homöopathie")

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Seminare & Termine 2008:


Presse:
 

Vortrag und Workshop über Kaspar Hauser und die Homöopathie
"Stur wie ein Fels, empfindsam wie ein Faden"
Der Heilpraktiker Johannes Bär über die homöopathische Behandlung des Findlingskindes

Ansbach (lei) - Was haben Aschenputtel und Homöopathie mit Kaspar Hauser zu tun? So könnte der Laie fragen, der sich noch nicht intensiv genug mit Ansbachs berühmtem Kind befasst hat. Heilpraktiker Johannes Thomas Bär veranstaltete anlässlich der Kaspar-Hauser-Festspiele ein Seminar, bei dem man sich nicht nur über die homöopathische Behandlung Kaspar Hausers informieren, sondern auch selbst mit Mörser und Stößel homöopathische Arzneimittel verreiben und mittels des Systhemischen Familienstellens weiteres zum Wesen des Rätselkindes erfahren konnte.

Gut ein Jahr lang, 828 bis 1829, hat des Gymnasiallehrer Georg Friedrich Daumer (1800 bis 1875), der erster Mentor Hausers, seinen Zögling in Nürnberg homöopathisch behandelt, mehr aus Menschenliebe als aus wissenschaftlichem Interesse. Darüber geben die Aufzeichnungen Daumers sowie deine Korrespondenz mit dem Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann (1755 - 1843) Aufschluss. Dessen Hauptwerk, das "Organon der Heilkunst", war 1810 erschienen.
Viele homöopathische Mittel verabreichte Daumer seinem Schützling, und wenn er sich auch wenig zur Symptomanik vor der Behandlung äußerte, so genauer beobachtete er die Reaktionen Hausers, der, von außergewöhnlicher Sensibilität, die Essenzen der ihm dargebotenen Arzneien bereits herausriechen konnte.
Hauser selbst nahm das betreffende Mittel niemals ein, sondern spürte seine Wirkung bereits, indem er die Arzneiflasche in die Hand nahm. In seinem zweistündigen Vortrag konzentrierte sich Bär vor allem auf Silicea (Bergkristall), das Daumer in einer niedrigen Potenz verabreichte und dessen Wirkung in der damaligen Zeit und entsprechend Hausers Empfindsamkeit noch lange anhielt. Aufgrund des von Bär beschriebenen Arzneimittelbildes des Bergkristalls, dessen Grundtendenz "stur wie ein Fels und empfindsam wie ein Faden" heißt, konnten sich dann die Seminarteilnehmer Kaspar-Hauser-Symptome herauspicken: So ist der Silicea-Typ eigentlich einer, der im Glashaus sitzt - analog zu Hausers jahrelanger Isolation. Starrheit, Unberührbarkeit, Zartheit und Schüchternheit, aber auch Spitzfindigkeit, Perfektionismus oder Scheu vor Sexualität kennzeichnen des Weiteren seine Konstitution. Ihm muss man Wärme und Urvertrauen geben, um seine individuelle Struktur zu festigen, deren zerfall der Silicea-Mensch ständig fürchtet.

"Mittel der Erde"
Als "Mittel der Erde" verkörperte der Bergkristall für Bär, der die Homöopathie Daumers als einen Weg ansah, um Hausers Wesen vor der Verschüttung zu bewahren, auch eine uterusartige Höhle, wiederum vergleichbar mit Kaspars Kerkersituation. Zudem entdeckte Bär eine Analogie zwischen dem Märchen von Aschenputtel, der Homöopathie -die bis heute noch von der traditionellen Schulmedizin stiefmütterlich behandelt wird - Kaspar Hauser, dem möglichen Erbprinzen des Hauses Baden.


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Trotzdem

 

Die Menschen sind unvernünftig, unlogisch und selbstbezogen –

Liebe sie trotzdem

 

Wenn du Gutes tust, werden sie Dir egoistische Motive und Hintergedanken vorwerfen –

Tue trotzdem Gutes

 

Wenn du erfolgreich bist, gewinnst du falsche Freunde und echte Feinde –

Sei trotzdem erfolgreich

 

Das Gute, das Du tust, wird morgen vergessen sein –

Tue trotzdem Gutes

 

Ehrlichkeit und Offenheit machen Dich verwundbar –

Sei trotzdem ehrlich und offen

 

Was du in jahrelanger Arbeit aufgebaut hast, kann über Nacht zerstört werden –

Baue trotzdem

 

Deine Hilfe wird wirklich gebraucht, aber die Leute greifen dich vielleicht an,
wenn du ihnen hilfst –

Hilf trotzdem

 

Gib der Welt dein Bestes und sie schlagen dir die Zähne aus –

Gib der Welt trotzdem dein Bestes

 

(Schild im Kinderheim Shishu, Bhavan, Kalkutta)

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